About

„Ihre Interpretation hat den Rang einer Offenbarung.“ (Pierre Gervasoni, Le Monde).

2002 in Paris geboren, entwickelt Bella Schütz eine künstlerische Laufbahn an der Schnittstelle von solistischem Klavierspiel, Kammermusik und Vokalmusik. Als Preisträgerin internationaler Wettbewerbe wie Vigo (5. Preis und Paul-Lewis-Preis), des Concours International de Piano de Lyon und Piano Campus hat sie sich auf den Bühnen zahlreicher Konzertreihen und Festivals hervorgetan, darunter das Nohant Festival Chopin, die Stiftung Mozarteum Salzburg, das crescendo festival Berlin, das Festival d’Auvers-sur-Oise, Piano en Valois, das Festival Baroque de Pontoise, die Concerts d’Automne (Tours), das International Chigiana Festival und das Teatro Cultura Artística (São Paulo). 

 

Für ihr „selbstbewusstes Spiel, […] seine Schlichtheit, die den musikalischen Text ganz unmittelbar erfasst“ (Jean-Jacques Hoffelé, Artamag’) gelobt, ist sie Mitglied der Académie Jaroussky mit Cédric Tiberghien und wird von der Safran und der Lieven Stiftungen unterstützt. Regelmäßig ist sie zudem in der Sendung Générations France Musique mit Clément Rochefort zu Gast.

Bella Schütz’ erstes Soloalbum Chiaroscuro, 2025 bei Evidence erschienen, ist Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin gewidmet. Das Programm vereint Stücke mit improvisatorischem Charakter der beiden Komponisten und stellt ihre virtuose Seite heraus, ohne sie trotz ihrer unterschiedlichen Epochen voneinander zu trennen. Weniger als einen Monat nach seiner Veröffentlichung erreichte das Album eine Million Streams auf den Streaming Plattformen und wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen: „Bella Schütz’ Spiel zeichnet sich durch ein seltenes Gleichgewicht zwischen technischem Brillanz und emotionaler Tiefe aus. […] Sie behauptet ihren Platz unter der neuen Generation großer Pianisten.“ (Steven Miller, Sound in Review)

Seit 2021 bildet Bella Schütz gemeinsam mit dem portugiesischen Geiger Miguel Rocha und dem brasilianisch-japanischen Cellisten Lucas Garcia Muramoto das Trio Callas. Das Ensemble ist Preisträger des FNAPEC-Wettbewerbs. Der brasilianische Komponist und Jazzmusiker André Mehmari widmete ihm unter anderem sein Werk Portais brasileiros #5, das auf dem 2025 erschienenen ersten Album des Trios vertreten ist. Das im Studio des Komponisten in São Paulo aufgenommene Album bildet den Auftakt einer auf sechs Alben angelegten Reihe, die sämtlichen Trios von Mozart und Brahms gewidmet ist.

Bella Schütz ist zudem leidenschaftlich mit dem Vokalrepertoire verbunden und widmet dem Lied besonderes Interesse, das durch ihre Beherrschung der deutschen Sprache und ihre Begeisterung für die deutschsprachige Literatur geprägt ist. Mit dem Tenor Antonin Rondepierre war sie unter anderem Finalistin des Helmut-Deutsch-Wettbewerbs in Wien. Darüber hinaus engagiert sie sich in der zeitgenössischen Musik und hat unter anderem in Berlin das virtuose Klavierkonzert Unfolding Bodies von Çya Bazzaz uraufgeführt. Durch die Verbindung von solistischem Repertoire, Kammermusik, Lied und zeitgenössischer Musik erkundet Bella Schütz die vielfältigen Dialogmöglichkeiten des Klaviers und entwickelt Programme, in denen Werke verschiedener Epochen und ästhetischer Traditionen miteinander in Beziehung treten. Dabei lässt sie sich in ihrer musikalischen Reflexion auch von Begegnungen mit anderen Kunstformen inspirieren.

Seit 2025 vertieft Bella Schütz ihre Ausbildung bei Elisso Virsaladze an der Scuola di Musica di Fiesole. Bis 2026 studierte sie an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Björn Lehmann. Zuvor erwarb sie ihren Master an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) in der Klasse von Jan Jiracek von Arnim, nachdem sie ihren Bachelor an der Universität Mozarteum Salzburg bei Jacques Rouvier absolviert hatte. Davor studierte sie zwei Jahre am CRR de Paris bei Yves Henry, nachdem sie ihre erste musikalische Ausbildung bei Branka Balevic erhalten hatte.